Volte

Seit dem Frühjahr 2014 entsteht bei Spector Books eine Reihe für neue Literatur mit Formbewusstsein, Haltung, Witz: Volte

 

Bisher erschienen

  • Wolfram Lotz, Monologe (Volte #1)
  • Heike Geißler, Saisonarbeit (Volte #2)
  • Aboud Saeed, Lebensgroßer Newsticker (Volte #4)

 

In Kürze

  • Francis Nenik, Doppelte Biografieführung (Volte #3)

 

 

 

Wolfram Lotz, Monologe

Mit einem Nachwort von Hannes Becker

Herausgegeben von Mathias Zeiske und Jörn Dege

Gestaltung: Studio Matthias Görlich, Darmstadt

ISBN: 978-3-944669-10-6, 96 Seiten, €10.00

 

VOLTE1

 

Es beginnt mit einer Verweigerung: „Die Würstchen der Wahrheit, die für uns gebraten werden, wollen wir nicht mehr essen“, so heißt es in der programmatischen „Rede zum Unmöglichen Theater“ von Wolfram Lotz aus dem Jahr 2010. Seither hat der 1981 im Schwarzwald geborene Dramatiker ein üppiges Alternativbuffet aufgetischt. In seinen Monologen verteidigt sich etwa ein somalischer Diplom-Pirat – „der Einfachheit halber spreche ich Deutsch mit Ihnen“ – vor dem Hamburger Landgericht, ein gewisser Thilo Sarrazin will „den Anus als eigentliches Genital“ definieren und Mutter Lotz sorgt sich um ihren stotternden Wolfi.

 

wolframlotz

 

Wolfram Lotz, 1981 in Hamburg geboren, wuchs im Schwarzwald auf. Er schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik und Prosa. 2011 wählte ihn die Zeitschrift Theater heute zum Nachwuchsdramatiker des Jahres.

 

Ausgewählte Pressestimmen

 

„Der Autor, der die deutsche Theaterszene elektrisiert.“ (Deutschlandradio Kultur)

 

„Was Wolfram Lotz macht, ist schwarze Romantik. Er ironisiert die Ironie und schafft lebendige Denkbilder, die der grassierenden Gedankenlosigkeit des Theaters etwas nie Dagewesenes entgegensetzen. Genieverdacht.“ – Carl Hegemann

 

„Anarchie wirkt Wunder: Wolfram Lotz ist der spannendste junge Dramatiker“ – Die Welt

 

„Gesellschaftskritik zum Schieflachen“ – Falter

 

„Wolfram Lotz ist der Autor der Stunde.“ (Deutschlandradio Kultur)

 

 

 

Heike Geißler, Saisonarbeit

Herausgegeben von Mathias Zeiske und Jörn Dege

Gestaltung: Studio Matthias Görlich, Darmstadt

ISBN: 978-3-944669-66-3, 264 Seiten, €14.00

 

Als E-Book bei Mikrotext

 

Nominierung für den Preis der Hotlist 2015

Stipendium der Villa Massimo 2016

 

 

Saisonkraft bei Amazon. Ausgerechnet. Für die Autorin und Übersetzerin in Geldnot ist es ein Moment der Misere, für alle anderen ein literarischer Glücksfall. Denn was in den Wochen vor Weihnachten entsteht, ist vieles zugleich: Ein Erfahrungsbericht, der ebenso persönlich wie politisch ist. Kritik an den Verhältnissen mit den Mitteln der Selbstironie. Der Blick in eine Halle, die von der Außenwelt abgeschottet ist und gerade deshalb viel über sie verrät.

 

In „Saisonarbeit“ geht es um Empfindlichkeit und das Politische des Empfindlichen. Es geht um das Buch als Fluchtort in einem Warenlager, in dem der Unterschied zwischen Buch und Badeente keine Rolle spielt. Und es geht um die Arbeit bei Amazon und darum, dass „mit dieser Arbeit und vielen Sorten Arbeit grundsätzlich etwas faul ist“.

 

 

Heike Geißler, 1977 in Riesa geboren, ist Autorin, Übersetzerin und Mitherausgeberin der Heftreihe „Lücken kann man lesen“. Bisher erschienen: Der Roman „Rosa“ (DVA, 2002), die Erzählung „Nichts, was tragisch wäre“ (ebd., 2007) sowie das Kinderbuch „Emma und Pferd Beere“ (Lubok, 2009). Sie lebt in Leipzig.

 

Ausgewählte Pressestimmen

 

„Mit ihrem Text Saisonarbeit, einem radikal subjektiven und doch hoch politischen Erfahrungsbericht über ihre Zeit bei Amazon, hat die Leipziger Autorin Heike Geißler womöglich das Buch der Stunde geschrieben.“ – Nils Kahlefendt, Börsenblatt

 

„Dieses Buch hat Kraft, es packt den Leser, denn es ist engagiert geschrieben, so engagiert wie lange keines mehr.“ – Philipp Holstein, Rheinische Post

 

„Ein wichtiges Buch – und ein im Innersten schönes.“ – Janina Fleischer, Leipziger Volkszeitung

 

„Brillante Studie über einen Megakonzern“ – Jan Drees, Der Freitag

 

„Eine Handlung, ein Beweis für Lebendigkeit ist Geisslers brillanter Text selbst.“ – Dorothee Elmiger, Die Wochenzeitung

 

„(…) ein tiefsinniges Buch über die Haltung unserer Gesellschaft zu Konsum und Arbeit.“ – Süddeutsche Zeitung Magazin

 

„(…) ein Reportage-Essay-Roman, der es sich nicht so leicht macht, aus gesicherter Haltung heraus gegen Feindbilder anzuschreiben.“ – Alexander Gumz, Zeit Online

 

 

 

 

 

Aboud Saeed, Lebensgroßer Newsticker

Herausgegeben von Jörn Dege, Nikola Richter und Mathias Zeiske

Gestaltung: Studio Matthias Görlich, Darmstadt

ISBN: 978-3-959050-43-2, 160 Seiten, €14.00

 

saeed

 

alleschwarz

 

www.mgoerlich.com

www.spectorbooks.com

 

Karl Holmqvist “Words are People”

 

Wir freuen uns sehr, den Künstler und Lyriker Karl Holmqvist am kommenden Montag, den 02.12.2013, um 17 Uhr in der Black Box (KAFIC) vorstellen zu dürfen.

Plakat von Pia Christmann

 

Der Vortrag “Words are people” bildet den Auftakt einer Veranstaltungsreihe für die Verbindung von Bildender Kunst und Literatur – eine Kooperation der Hochschule für Grafik und Buchkunst mit dem Deutschen Literaturinstitut Leipzig und Volte Studio.

 

Video-Dokumentation auf Vimeo hier

 

Montag, 2.12.2013, 17 Uhr

KAFIC (Black Box)

Karl-Tauchnitz-Str. 9-11

Leipzig Eintritt frei

Gideon Lewis-Kraus
»Die irgendwie richtige Richtung«

Gideon Lewis-Kraus

 

Gideon Lewis-Kraus und sein Übersetzer Thomas Pletzinger lesen aus dem Roman “Die irgendwie richtige Richtung” (Suhrkamp, 2013).

 

Gideon Lewis-Kraus, 32, lebt in Brooklyn. Er schreibt u. a. für Harper’s, The New York Times Book Review, Los Angeles Times Book Review, n+1. Mit einem Fulbright-Stipendium kam er von 2007 bis 2008 nach Berlin. “Die irgendwie richtige Richtung” ist sein erstes Buch. Er gehört zur jungen Generation der neuen aufregenden US-amerikanischen Autoren wie Dave Eggers, Mark Greif und John Jeremiah Sullivan.

 

Mit Bücher/Magazin-Tisch von mzin

 

Volte Studio, Halle 14/C, Spinnerei Leipzig

Spinnereistraße 7, 04179 Leipzig

Beginn um 20 Uhr, Eintritt frei

 

Mit freundlicher Unterstützung

des Generalkonsulats der USA und

des Suhrkamp Verlags

 

WWW.VOLTE-STUDIO.DE

Am 31. Mai war Kevin Vennemann zu Gast in Leipzig. Im Gepäck: sein Essayband „Sunset Boulevard“ mit dem verheißungsvollen Untertitel „Vom Filmen, Bauen und Sterben in Los Angeles“ – 2012 in der edition suhrkamp erschienen. Eine ungewöhnlich gute und gut besuchte Lesung, die ganz nebenbei ein spätes Einführungsseminar in die Geschichte des Film noir war.

 

Katharina Merten hat den Abend dokumentiert:

 

 

Links

Zum Buch beim Suhrkamp Verlag

Katharina Merten

Volte Studio

Kevin Vennemann liest aus und
spricht über »Sunset Boulevard«

Kevin Vennemann @ Volte, May 2013

 

Vieles von dem, was wir von unserer Welt wissen, wissen wir aus den Bildern Hollywoods. Doch welches Bild machen wir uns von der Stadt Los Angeles? Es scheint, als habe sie schon immer als amoralisches Nichts gegolten, als Ersatzparadies für wenige. Nahezu vergessen ist, daß L. A. einmal die vielleicht modernste aller Städte war, die beinahe ein Paradies geworden wäre für alle.

 

Entlang des Sunset Boulevard hat sich Kevin Vennemann auf die Suche begeben nach dem, was von dieser egalitären Moderne übriggeblieben ist. So entstand ein Essay über die großen Films Noirs, über das Ende der modernen Architektur und über die Bemühungen so unterschiedlicher Figuren wie Sophokles, Roman Vishniac, Billy Wilder und Raphael Soriano, nicht nur ein »Wir« ins Bild zu setzen, sondern auch die anderen, die Opfer der Geschichte, ein »Sie«.

 

Katharina Merten hat den Abend dokumentiert:

http://vimeo.com/68137829

 

Freitag, 31.05.2013, 20:00 Uhr

Volte Studio

Spinnereistraße 7, Halle 14/C

Spinnerei Leipzig

Eintritt frei

 

www.suhrkamp.de

www.volte-studio.de

›Punishment‹
Dorothee Elmiger & Julius von Bismarck


Julius von Bismarck, Punishment

 

›Punishment‹ ist eine gemeinsame Arbeit von Dorothee Elmiger und Julius von Bismarck – ein Abend, der sich mit der Manipulation von Realität beschäftigt, der die Spannung zwischen der Welt, wie sie ist, und der Welt, wie wir sie gerne sehen möchten, zum Thema hat.

 

Dorothee Elmiger wurde 1985 in Wetzikon (Schweiz) geboren und wuchs in Appenzell auf. Sie studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und verbrachte ein Semester am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Seit 2009 studiert sie Politikwissenschaft in Berlin. Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2010 erhielt sie den Kelag-Preis. Mit ›Einladung an die Waghalsigen‹ wurde Dorothee Elmiger für den Schweizer Buchpreis 2010 nominiert und mit dem aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosadebüt ausgezeichnet. Im Jahr 2011 erhielt sie den Rauriser Literaturpreis. Dorothee Elmiger lebt in Berlin und in der Schweiz.

 

Julius von Bismarck, 1983 geboren, aufgewachsen in Riad (Saudi Arabien), Freiburg und Berlin, hat an der Universität der Künste Berlin sowie am Hunter College in New York studiert. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt. 2011 Auszeichnung mit dem Prix Ars Electronica Collide@CERN. www.juliusvonbismarck.com

 


14. September 2012, 21 Uhr
Volte Studio
Halle 14, Spinnerei Leipzig
Spinnereistraße 7, Leipzig Plagwitz
Eintritt frei


Eine Veranstaltung von Volte, mit Unterstützung von Edit und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

 

www.juliusvonbismarck.com
www.volte-studio.de
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